Ist der Ehrliche vor Ort der Dumme? – Dirk Wiese diskutiert über Steuergerechtigkeit

13.11.2018

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ lud der heimische Bundestagsabgeordnete, Dirk Wiese, in das Hennedamm Hotel Meschede ein. Die entsprechende Expertise brachte sein Fraktionskollege Lothar Binding mit, der finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag ist. In einem Vortrag erklärte Binding mit Hilfe des Publikums, einer Flipchart und eines Zollstocks unser Steuersystem und räumte mit dem ein oder anderen Mythos in diesem Themengebiet auf. Begeistert folgten das Publikum seinen unterhaltsamen und anschaulichen Ausführungen in das sonst so abstrakte Thema der Steuerpolitik. „Der größte Lügner ist der Durschnitt“, so Binding. Der Durchschnitt verschweige nämlich sowohl die ganz hohen, als auch die ganz niedrigen Einkommen. Zu Verdeutlichung dessen teilte er das Publikum in verschiedene Gehaltskategorien ein und verdeutliche anhand dessen wie unfair ein einheitlicher Steuersatz ist, als Beispiel für einen solchen führte er die Mehrwertsteuer an. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist ihm die Reform der Erbschaftssteuer, denn hier ginge es um hohe Vermögen von denen Gegenwärtig nur ein Bruchteil versteuert würde.

Im Anschluss daran wurde über Steuergerechtigkeit diskutiert, hierfür hatte Wiese den Sprecher des Unternehmerverbandes Westfalen-Mitte e.V. Dr. Volker Verch, sowie den Bezirksvorsitzenden des DGB Bernd Peters eingeladen. Mit dem Publikum wurden dann verschiedenste Fragen der Steuerpolitik diskutiert. Am Ende resümierte der heimische Abgeordnete Wiese: „Im Bezug auf die Bekämpfung der Steuervermeidung setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion auch international für faire steuerliche Wettbewerbsbedingungen ein. Es darf kein zweites Panama geben. Durch eine europäische Harmonisierung sollen steuerliche Schlupflöcher für große Unternehmen geschlossen werden. Es kann nicht sein, dass sich große Unternehmen steuerlich kleinrechnen und die Handwerksbetriebe an den Steuervorschriften scheitern.“