Milchbetrieb, Biogas und Forstwirtschaft

10.10.2019

In diesen Tagen unternahm der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete, Dirk Wiese, seine fünfte landwirtschaftliche Tour durch den Hochsauerlandkreis.

Gestartet wurde am frühen Morgen auf dem idyllisch gelegenen Familienbetrieb Kaiser in Meschede-Bonacker. Hier erhielten Dirk Wiese, Jürgen Lipke, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Meschede und Ehefrau Rosemarie, Schatzmeisterin der HSK-SPD und Mitglied im HSK-Kreistag sowie Kornelius Kuhlmann, stellvertretender Bürgermeister in Meschede (SPD) einen mehr als interessanten Einblick in die Arbeit in der Milchwirtschaft. Beginnend bei der Aufzuchtstation für die eigenen Kälber bis zum modernen Melkstand verlief die Führung über den Hof. In der anschließenden Gesprächsrunde drehte es sich neben den betriebsspezifischen Gegebenheiten und Herausforderungen auch um Fragen zur aktuellen

Situation in der Landwirtschaft; unter anderem um die Themen Milchpreisentwicklung und Gülleverordnung.

Von Bonacker führte die Tour zur Biogasanlage in Schmallenberg-Ebbinghof. Ausführlich erklärten Hubertus Peitz und sein Nachbar Georg Mut-Köhne die Funktionen der Biogasanlage, die Potentiale von Biogas als Grundlast und informierten über die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten im Hochsauerland sowie die Gegebenheiten vor Ort in Schmallenberg. Die Gesprächsrunde bei einer guten Tasse Kaffee drehte sich dann auch um den ebenfalls in Ebbinghof beheimateten Schweinezuchtbetrieb. Im Besonderen um die

zukünftige Ferkelkastration und die damit verbundenen Probleme und Auflagen.

Nach einer kurzen Mittagspause traf Dirk Wiese dann in Oberkirchen den Forstwirt Elmar Gilsbach, der sich mit der An- und Aufzucht von klima- und schädlingsresistenten Baumarten befasst.

Begleitet von Bürgermeister Bernhard Halbe, dem Forstwirtskollegen Georg Feldmann-Schütte sowie weiteren Experten der heimischen Wald- und Forstwirtschaft, führte Elmar Gilsbach seine Gäste motorisiert durch die weitläufigen Anlagen zwischen Oberkirchen und dem Albrechtsplatz. An unterschiedlichen Punkten erklärte er dann seine Vorgehensweisen. Neben Traubeneichen werden in der Aufzuchtstation in Vorwald Douglasien und Küstentannen in speziellen Anzuchtcontainern aus Samen herangezogen. Erreicht werden soll ein tieferes, schnelleres Wurzeln der Nadelhölzer um einen besseren Anwuchs und damit mehr Standfestigkeit und Trockenheitsresistenz zu erreichen. Auch der Verbiss an Buchen durch die Wisente wurde im Laufe der Rundfahrt gezeigt.

„Die Tour vom Milchhof über die Biogasanlage bis in die Wälder war auch diesmal wieder mehr als beeindruckend für mich und ich nehme viele Gedanken und Informationen daraus und aus den intensiven Gesprächen mit für meine Arbeit im Deutschen Bundestag“, betonte Dirk Wiese am Ende des Tages.