Sozialer Arbeitsmarkt im Focus

30.08.2018

Um den Sozialen Arbeitsmarkt drehte sich die Diskussion bei der Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Bundestagsfraktion vor Ort“, zu der der heimische Bundestagsabgeordnete, Dirk Wiese aus Brilon, mit seinem Kollegen Martin Rosemann MdB nach Neheim in die AWO Tagesstätte Lichtblicke eingeladen hatte. Die Agentur für Arbeit Meschede-Soest wurde im Podium vertreten durch den Leiter Oliver Schmale.

In seinem Impulsreferat erläuterte Martin Rosemann die Ziele des Sozialen Arbeitsmarktes. Dieses Regelinstrument soll künftig für öffentlich geförderte Beschäftigung stehen. Hierzu ist
eine engmaschige Beratung mit den Jobcentern erforderlich.

Oliver Schmale von der Agentur für Arbeit Meschede-Soest berichtete, dass sich die Zahlen der Langzeitarbeitslosen positiv entwickelt haben, von 1,7 Millionen ging die Zahl zwischen 2007 und 2017 auf 900Tausend zurück. Im Hochsauerlandkreis weist die Statistik zur Zeit 5900 Arbeitssuchende auf, davon sind etwa 37 Prozent Langzeitbetroffene.

Im Verlauf der Veranstaltung wurde dann deutlich, dass der Hochsauerlandkreis als Optionskommune schon jetzt damit beginnen sollte, vorbereitende Maßnahmen in Abstimmung mit privaten Initiativen oder der kommunalen Ebenen zu treffen, da es bereits Modellrechnungen für die Zuteilung der bereitgestellten 4 Milliarden Euro für den Sozialen Arbeitsmarkt gibt.

In der regen Diskussion mit dem Publikum machten Vertreter der Gewerkschaften und der AfA im Hochsauerland deutlich, dass nicht der Mindestlohn sondern die Tariflöhne die Richtschnur sein müssen. Hier muss die Union ihre Blockade aufgeben.

Die seit Jahren steigende Anzahl durch psychische Erkrankungen ausgelöster Arbeitslosigkeit muss zwingend stärker in den Blick genommen werden, denn diese Erkrankungen sind auch ein Hauptgrund zur Beantragung einer Erwerbsminderungsrente. Hier ist eine präventive
Sozialpolitik nötig. Martin Rosemann berichtete ebenfalls über die, nach Anregung der SPD-Fraktion von der Koalition geplante Schaffung eines Rechtsrahmens für mobiles Arbeiten.

„Aus der Diskussion konnten wir wichtige Impulse für unsere Arbeit im Bundestag mitnehmen und werden die Diskussion vor Ort gern zu einem späteren Zeitpunkt weiterführen“, betonten Dirk Wiese und Martin Rosemann.